Kein russisches Gas mehr an die EU: Beschluss, Ungarns Klage und alle Hintergründe 2025
Wir erleben einen Wendepunkt in der europäischen Energiepolitik: Die Europäische Union hat endgültig beschlossen, sich von russischen Gasimporten zu verabschieden. Diese wegweisende Entscheidung markiert nicht nur das Ende einer jahrzehntelangen Energieabhängigkeit, sondern läutet auch eine neue Ära der europäischen Energiesouveränität ein.
Das historische Gesetz ist verabschiedet
Nach monatelangen Verhandlungen hat die EU einen definitiven Schlussstrich unter ihre Gasbeziehungen mit Russland gezogen. Wie die Welt berichtet, wurde das entsprechende Gesetz verabschiedet, das den endgültigen Verzicht auf russisches Gas besiegelt. Diese Entscheidung stellt einen Meilenstein in unserer gemeinsamen Bestrebung dar, unabhängiger und widerstandsfähiger zu werden.
Das Europäische Parlament hat mit deutlicher Mehrheit für den schrittweisen Ausstieg aus russischen Gasimporten gestimmt. Nach Informationen des Europäischen Parlaments umfasst der Beschluss konkrete Zeitpläne und Mechanismen zur Umsetzung. Wir setzen damit ein klares Signal: Europa gestaltet seine Energiezukunft selbst.
Die Einigung im Detail
Die Europäische Kommission hat den Weg für diesen historischen Schritt geebnet. Wie die Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland mitteilt, einigten sich die Mitgliedstaaten auf einen strukturierten Ausstiegsplan. Dieser sieht vor, bestehende Lieferverträge nicht zu verlängern und gleichzeitig alternative Versorgungswege massiv auszubauen.
Wir beobachten eine bemerkenswerte Geschlossenheit unter den EU-Mitgliedsstaaten. Die Vereinbarung umfasst nicht nur den Stopp direkter Gasimporte, sondern auch Maßnahmen gegen Umgehungsgeschäfte über Drittländer. Europa zeigt damit, dass wir aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre gelernt haben und konsequent handeln.
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Ungarn kündigt Klage an: Der Dissens in der Union
Doch nicht alle Mitgliedstaaten tragen den Beschluss mit. Ungarn hat angekündigt, gegen das Gesetz zu klagen. Diese Opposition überrascht uns nicht, da das Land traditionell enge Energiebeziehungen zu Russland pflegt und besonders stark von russischem Gas abhängig ist. Die ungarische Regierung argumentiert, dass der Ausstieg ihre nationale Energiesicherheit gefährde und wirtschaftliche Härten mit sich bringe.
Die rechtlichen Dimensionen
Wir erwarten, dass Ungarn seine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof einreichen wird. Die Regierung in Budapest macht geltend, dass die EU-Entscheidung in nationale Souveränitätsrechte eingreife. Dennoch sind wir zuversichtlich, dass der Beschluss rechtlich auf soliden Füßen steht, da er auf der Grundlage gemeinsamer Energiesicherheitsziele und demokratischer Mehrheitsentscheidungen getroffen wurde.
Nach Berichten des ORF könnte sich das Verfahren über Monate hinziehen. Doch selbst bei einer Klage bleibt der Gesamtkurs der EU klar: Wir werden unsere Abhängigkeit von russischer Energie beenden.
Alternative Versorgungswege nehmen Gestalt an
Parallel zum Ausstiegsbeschluss arbeiten wir intensiv am Aufbau alternativer Gasquellen. Flüssiggas-Terminals an europäischen Küsten werden in Rekordtempo errichtet, Partnerschaften mit verlässlichen Lieferanten wie Norwegen, den USA und Katar ausgebaut. Gleichzeitig investieren wir massiv in erneuerbare Energien und Wasserstofftechnologie.
Diese Transformation ist anspruchsvoll, aber notwendig. Wir sehen bereits erste Erfolge: Die europäische Gasspeicherkapazität wurde erhöht, Energieeffizienzmaßnahmen greifen, und die Diversifizierung der Lieferquellen macht uns widerstandsfähiger gegenüber geopolitischen Krisen.
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Ausblick: Europa auf dem Weg zur Energieunabhängigkeit
Der Beschluss zum Verzicht auf russisches Gas ist mehr als eine energiepolitische Entscheidung – er ist ein Bekenntnis zu unseren Werten und unserer Zukunft. Wir setzen auf eine Energieversorgung, die nachhaltig, sicher und unabhängig ist. Die Herausforderungen sind groß, doch die Entschlossenheit der Europäischen Union ist größer.
Weitere aktuelle Entwicklungen und Hintergründe zur europäischen Energiepolitik finden sich auf welt.de, wo wir die Transformation kontinuierlich begleiten und einordnen.
Wir stehen vor einem historischen Umbruch, der Europa stärker, grüner und souveräner machen wird. Die kommenden Jahre werden zeigen, dass unsere Entscheidung nicht nur politisch klug, sondern auch wirtschaftlich tragfähig ist. Kein russisches Gas mehr an die EU – das ist nicht das Ende, sondern der Anfang einer neuen, selbstbestimmten Energiezukunft.



